Nachruf: Johanna Renate Wöhlke

Johanna Renate Wöhlke (Diplom-Politologin, Redakteurin, freie Journalistin und Autorin, Lyrikerin, Fotografin, Musikerin und Komponistin sowie bildende Künstlerin, Kuratorin und Galeristin) war eine bemerkenswerte Frau, sehr vielseitig, sehr begabt, humorvoll, kritisch, lebenslustig, feinfühlig und sehr, sehr aktiv.
Sie veröffentlichte Gedichte in Anthologien, in zahlreichen Gedichtbänden und Hörbüchern, vertonte eigene Texte, schrieb u.a. für das Hamburger Abendblatt, war Präsidentin der auswärtigen Presse und aktives Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung und im Verband Deutscher Schriftsteller.
Unter dem Künstlernamen Cosia Immerscheen schuf Johanna digitale Kunst mit Spiegeleiern (Egg-Art), als bildende Künstlerin war sie in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Hamburg und einer großen Zahl anderer Orte in Deutschland, Österreich,Italien, Finnland und USA vertreten.Ebenso war sie am Kunstprojekt Skulpturenpark-Neugraben beteiligt.
In der GEDOK hat Johanna bis zu ihrer Erkrankung sehr engagiert im Fachbereich Literatur gearbeitet. Als Mitglied des Fachbereichs hat sie organisatorische Aufgaben erledigt und wichtige Beiträge geliefert. Sie führte verschiedene Lesungen und Performances durch und hat maßgeblich die konzeptionelle Gestaltung der Ausstellung „Lebensmosaik“ (2015) erarbeitet. Ebenso wurde die Ausstellung über Buchillustration/ Künstlerbücher (2013) zum Thema Kindheit mit Bildern,Gedichten und Geschichten sowie mit Kinderliedern von Johanna bereichert. Zuletzt war sie 2016 in der GEDOK präsent, unter dem Pseudonym „Joanna von der Käserinde“ trat sie bei „Poesie trifft Komposition“ mit Maren und Wolfgang Schönfeld am Tag der Poesie auf.
Johanna und ich sind zur gleichen Zeit in die GEDOK aufgenommen worden. Ich habe sie schon bei der Ausstellung „Neu in der GEDOK“ (2013) als zugewandte, kompetente, kreative und sehr verlässliche Kollegin schätzen gelernt. Für den „Tag der Poesie“ (2013) habe ich vier Frühlingsgedichte von Johanna illustriert. Es hat sich eine sehr schöne und tiefe Freundschaft sowohl beruflich als auch privat zwischen uns entwickelt. Ich bedauere ihren viel zu frühen Tod sehr und bin sehr, sehr traurig.
Hanna Malzahn

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