GEDOK Jahresgaben 2016

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Die Kunstwerke in kleiner Auflage können von Mitgliedern der GEDOK verbilligt erworben werden. Sie schaffen eine engere Verbindung zwischen Künstlerinnen der GEDOK und den Mitgliedern untereinander, insbesondere den KunstfördererInnen und den Kunstförderern.

Kunstförderin oder Kunstförderer der GEDOK kann jeder werden.
PDF: GEDOKJahresgaben2016.pdf

Wir trauern um
RENATE STRUENSEE-KÜHN

Renate Struensee-Kühn steht ihren Freundinnen, ihren Weggefährten und Mitstreitern als besonders warmherzig und tatkräftig vor Augen. Mir bleibt sie zudem mit ihrem Humor, ihrer außerordentlichen Verlässlichkeit und Ihrem steten Engagement für unsere GEDOK in Erinnerung.
Nun rücken wir Zurückgebliebenen betrübt, bestürzt, voller Trauer zusammen und versuchen, zu realisieren, was wir doch nicht glauben wollen – dass Renate so plötzlich nicht mehr da ist. An die fünfundzwanzig Jahre gehörte sie zur GEDOK, hatte zunächst stundenweise die Betreuung einer Ausstellung übernommen, hat dann für viele Jahre als Galeristin die Geschäfte im Kunstforum besorgt und schließlich lange Jahre den Freundeskreis geleitet.
Geboren ist sie am 25. Mai 1938 in Königsberg, an der Kunsthochschule Dresden machte sie das Grafikdiplom und hat dann in der DDR als Freie Grafikerin gearbeitet, hat dabei zwei Söhne groß gezogen. 1987 ist sie schliesslich in den Westen ausgereist.
Hier kam sie dann also zu uns, zur GEDOK – kam und blieb. Sie organisierte Reisen und Atelierbesuche. Denen, die bei ihren Veranstaltungen dabei sein konnten, hat sie viele besondere Begegnungen und Erfahrungen vermittelt. Sie selbst schuf als Grafikerin Kunstwerke wie die zauberhaften kleinen Postkarten, mit denen sie uns erheiterte und erfreute. Immer wieder ermunterte sie Freunde wie Fremde, in die Koppel 66 zu kommen, verlockte sie, die GEDOK zu besuchen, das Haus und die dort arbeitenden Künstlerinnen und Künstler zu entdecken.
Renate war ebenso kreativ wie kontaktfreudig, durch gemeinsame Arbeit entstanden enge Beziehungen, erwuchsen Freundschaften, die ein Leben lang hielten. Eine Herzerkrankung brachte ihr Probleme. Mit guten Freunden in der Nachbarschaft hatte sie seit langem die Verabredung, jeden Morgen zu telefonieren – man wollte sich des gegenseitigen Gutgehens versichern. Am Morgen des 29. Juni blieb der Kontrollanruf unbeantwortet. Als die Freunde nachschauten, fanden sie Renate, im Schlaf gestorben. Sie wird uns sehr fehlen – aber sie wird in unserer Erinnerung lebendig bleiben.

Sabine Rheinhold